Wachkomaforum

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Hallo Iris,

mein Mann liegt auf Station 4.
Wann denn Nachmittags ?? Wir sind immer früh da...weil wir wegen dem Verkehr immer rechtzeitig wieder los müssen....wir fahren ja ne ganze Ecke.

Es wäre wirklich toll wenn es klappen würde...vielleicht ja auch früher.

Lg. Biene
wollte mal nach fragen wo du denn her kommst... ich muss das wegen samstag mit meiner großen tochter besprechen.... man könnte sich ja vllt auch mal so treffen... fahren ja auch immer ein ganzes stück....
lg iris
Lasst euch ja nicht einschüchtern.
Als ich damals in der Frühreha gesagt habe dass ich meine Frau nach Hause holen will wurde ich einen Tag später zum Gespräch mit dem Oberarzt bestellt.
Der hat mit allen Mitteln versucht mir das auszureden... teilweise in einem recht agressiven abfälligen Ton. Er sagte man könne solche Patienten nicht zu Hause pflegen er mache das schon viele Jahre und er würde nur 2 kennen wo das funktioniert. Hab ihm gesagt dass er dann bald 3 kennt und bin gegangen.

Auch ich habe festgestellt dass in den Rehakliniken schnell aufgegeben wird. Wenn da nicht nach n paar Tagen Fortschritte da sind haben die keine Lust mehr.

Würde heute für meine Frau keine stationäre Reha mehr beantragen. Wir haben zu Hause Logo, Physio und Ergotherapie, jeweils 2 mal/Woche. Dazu kommt noch das was ich zwischendurch mache (Bewegungstrainer, Stehtrainer, Schlucktraining usw). Mehr wird in einer Rehaklinik auch nicht gemacht.

Wäre doch toll wenn ihr euch treffen könntet und Erfahrungen austauschen könnt.

@Iris, niemand kann Dich zwingen Deinen Mann in ein Pflegeheim zu geben, lasss dich ja nicht unterbuttern.

Meine Frau ist damals nach der Reha auch kurz in ein Pflegeheim weil ich erst den Umzug und Wohnungsumbau erledigen musste. War ne schlimme Zeit. Hab denen im Heim aber sofort gesagt dass es nur kurz ist und sie dann nach Hause kommt. Bin dann immer früh morgens hin und hab bei der Grundpflege geholfen und mir alles zeigen lassen. Zu Hause hatte ich dann noch ein paar Wochen einen Pflegedienst die haben mir noch n bisschen was gezeigt und paar Tipps gegeben und schon war ich fit für die Pflege. Ist alles halb so wild.

Grüsse
Ingo
hallo iris,

ich gebe Dir hier mal meine email-adresse...dann können wir per mail einzelheiten besprechen...

danke

biene
Hallo Iris,

ich komme aus dem Kreis Pinneberg....und Du ???

Lg. Biene
Hallo, habe heute erst gesehen das du mir geschrieben hast. Musste über deine Aussage gegenüber des Oberarztes lachen und habe an meinen Mann dabei gedacht . Ich bin mir sicher er hätte genau das gleiche geantwortet. Genau deinen Weg habe ich mir auch als ziel gesetzt. Mein Mann wird jetzt VORÜBERGEHEND in einem ,,Pflegeheim" untergebracht. Ich werde das dort genau verfolgen und mich ebenfalls gleichzeitig bezüglich eines Umbaues des Wohnhaus erkundigen. Ich habe meinem Mann versprochen ihn nach Hause zu holen. Das werde ich auch machen.
LG Iris
Hallo ihr Drei,
entschuldigt, dass ich mich in eure Unterhaltung mische. Ich bin noch neu hier und eigentlich nicht mehr betroffen. Meine Mutter, die 2006/2007 5 Monate in der Reha in Leezen lag, ist am 12.06.2007 verstorben. Aber das, was ich hier lese, zeigt mir, dass ich nicht unrecht hatte mit dieser achso gelobten Klinik. Meine Mutter ist im komatösen Zustand dort nach einem SHT II und zwei OP's, von denen sie sich nicht erholen konnte, dort eingewiesen. Jedes Wochenende war ich mit meiner Tochter bei ihr. Solche Inkompetenz habe ich sekten erlebt.
Meine Mutter war zwei Wochen in dieser Klinik. An einem Samstag saß ich an ihrem Bett und bemerkte, wie sie zur Musik, die sie von mir über den MP3 Player wohldosiert bekam, mit den Füßen im Takt "tanzte". Die Schwester war im Zimmer. Ich erzählte es ihr. Sie fertigte mich total genervt mit den Worten ab, dass es zwar schön ist, aber sie doch lieber hätte, dass sie endlich aufwacht. In einem unmöglichen Ton. Ich bin dann nur raus gegangen und war völlig verzweifelt. Wer möchte denn mehr, dass die Lieben wieder aufwachen als die Angehörigen. Am Nachmittag war ich dann wieder bei meiner Mutter. Plötzlich bemerkte ich, dass irgendwas anderes war als sonst. Ich sprach sie an. Nach 10 Wochen kam sie wieder zu sich und antwortete mir auf meine Fragen. Sie kommunizierte mit mir trotz Tubus. Die Schwester war während dieser Zeit mit im Raum und schrieb den Pflegebericht. Überglücklich berichtete ich der Schwester. Sie drehte sich nicht mal um und meinte, dass sie erstmal den Bericht zu schreiben. Als sie dann endlich Teit hatte, sprach sie meine Mutter an, die natürlich wieder eingeschlafen war, weil sie noch schwach war. Ergo: Sie glaubte mir nicht. Die gleiche Situation am Sonntag. Als ich dann am Montag in der Klinik anrief, sagte mir der Pfleger, ich hätte mir das alles eingebildet. Hallo? Für was halten die uns? Ich habe mich ziemlich echaufiert und wusste nicht mehr, auf diese Reaktion zu erwiedern. Er meinte dann nur, naja, wir werden ja sehen, was passiert. Sie wollen die Medikamente reduzieren. Nun, zhum Glück hat sie dann nachts mit den Ärzten kommuniziert. Meine arme Mutter hat gekämpft, um ins Leben zurückzukehren. Sie haben einen Fehler nach dem anderen gemacht. Meine Mutter musste nach 10 Wochen sofort in den Rollstuhl... keine Ergotherapie in Form von Kieselbädern, Musiktherapie oder Snuzzeln.... Eine Dekubitus bis zum Knochen... Dann haben sie alles dran gesetzt, sie von der Beatmung ( Sie hatte eine Lungenkrankheit und Heimbeatmbeatmun für dei Nacht zuhause), wegzuekommen. Mit dem Ergebnis, dass sie wieder zurückgefallen ist und vollständig beatmet werden musste. Ich habe mich bei den Ärzten beschwert, bis bis zum Professor gegangen, habe mich an die Krankenkasse gewandt... ohne Ergebnis. Diese Klinik ist wirklich daran Schuld, dass meine Mutter immer schwächer wurde und keine Kraft mehr hatte, wieder zurückzukommen.

Ich hoffe, dass ihr dann doch ein bißchen mehr Erfolg habt bei euren Lieben.

Liebe Grüße
Blackangelin
Guten Tag,

ich möchte Ihnen helfen; kenne mich mit dem SGB relativ gut aus.
Meines Erachtens können Sie Ihren Mann nach Hause holen, wenn die räumlichen Verhältnisse es zulassen. Weiterhin sollten entsprechende Anträge bei der Kranken- und Pflegekasse mit Hilfe des Hausarztes gestellt werden.
Stehe Ihnen gerne unter der Nr. 07304 - 7685 für Fragen zur verfügung

Liebe Grüße und vile Kraft die Zukunft
Hallo Biene
Bitte schau dir einmal dir Körperhaltung deines Mannes an. Sind bestimmte Muskelpartien angespannt? Wohin geht sein Blick? Wie lassen sich Beine und Arme bewegen?
Die Wachkomopatienten verharren in dem Zustand, welcher den Stillstand ausgelöst hat.
Das Schwierige ist nun den SChlüssel zu finden, der diese Starre wieder öffnet.

Du kannst dazu folgenden Versuch machen:
Bitte zeige deinem Ehemann eine Fotografie als er ein Junge, so im Alter von 10-12 Jahren war.
Bitte streichele ihn, wie wenn er ein Kind mit 3 Jahren wäre, das hingefallen ist und sich dabei verletzt hat und nun Trost sucht.
Es gibt einen Hit, den er im Alter von 20 Jahren immer wieder gern gehört hat. Bitte spiele ihm diese Musik vor.
Bitte lass ihn an frisch gekochter Erdbeermarmelade riechen - das erinnert ihn an seine Jugendzeit.
Bitte hänge in seine Sichtweite ein Mobile an die Decke, welche Singvögel dastellen - kannst du selbst basteln
Wenn er zittert, dann streichel diese Stelle und stell dir bitte vor, dass du dabei die Angst aus ihm heraus streifst.
Bitte lege ihm eine Wärmflasche mit laufwarmem Wasser auf die rechte Brust.

Bete jeden Tag ein Gebet für ihn und bitte Gott er möge ihm den Weg aus senem Irrgarten weisen. Danach bedankst du dich bei Gott für seine Hilfe.

Wünsche dir viel Erfolg!
hallo zusammen,

ich danke euch für eure tips....mein schatz ist mitlerweile gottseidank nicht mehr in leezen...er liegt jetzt hier in meiner nähe und ich bin jeden tag bei ihm...ich hoffe aber immer noch das er irgendwann ganz nach hause kann....sein zimmer haben wir ihm gemütlich gemacht...bilder hängen von der decke runter...und unter ein gitter liegt ein großes poster von uns zwei....was ich da über leezen lese....ist hammerhart...uns hat man dort auch nichts geglaubt...und was die ärzte angeht....spreche ich lieber nicht drüber....ich bin auch bis zum obersten gegangen...ich habe aber erreicht das der eine arzt dort meinen mann nicht mehr anfassen durfte....ich hätte auch einen anwalt eingeschaltet...das habe ich denen auch klar gemacht....den einen tag hat meine schwiegermutter ihn besucht und fand ihn im bett und ganz dunkles blut lief ihm aus dem mund....sie haben dann alarm geschlagen...wurden von den pflegern rausgeschickt und bekamen hinterher die antwort...er hätte sich nur auf die lippe gebissen.....mich haben sie dann erst abends angerufen...nachdem er mit dem notarzt in die klinik gebracht wurde....er hatte so viel blut verloren das man uns wieder gesagt hat..wir müssen damit rechnen das er stirbt....eine ganz tolle ärtzin dort in der schweriner klinik hat ihn dann noch abends operiert...als wir den nächsten morgen in leezen ankamen...lag doch tatsächlich schon ein anderer in seinen zimmer und seine sachen waren gepackt und standen in der ecke....das war so furchtbar für mich...er lag dann eine woche in der klinik und mußte dann tatsächlich wieder zurück nach leezen...weil seine reha um vier wochen verlängert wurde....ich dachte die welt bricht zusammen....wir konnten dagegen aber leider nichts tun...er sollte da ja schon nach uns hier verlegt werden...hat sich dadurch alles verzögert....wir dann wieder nach leezen und den blick von diesen schrecklichen arzt werde ich nicht vergessen....

aber nun ist er hier in meiner nähe....die sind dort ganz ganz lieb mit ihm...ich bin jeden tag bei ihm...und wenn ich mal einen tag nicht kann fährt meine tochter zu ihm...wir knuddeln ihn und wir merken ganz genau das er das mitbekommt....ich hoffe er macht dort jetzt mehr fortschritte als in leezen...leezen mag ja einigen geholfen haben....aber mein mann haben sie viel zu schnell abgestempelt und abgeschoben....

lg. biene
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