Wachkomaforum

Normale Version: Brauche Rat DRINGEND
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Ist es zulässig einen im Wachkoma liegenden Patienten der beatmet wird und sich in keinster Weise bemerkbar machen kann von der Intensivstation ( Lungenentzündung und div. Keime ) in ein ganz normales Krankenzimmer auf Station zu verlegen.
( geschlossene Tür, alle 2-3 Stunden guckt mal eine Schwester ).
Wir haben heute morgen meinen Vater in katastrophalen Zustand in diesem Krankenzimmer aufgefunden. Total verschleimt und vollgebrochen, mit Sauerstoffunterversorgung. - Nachdem wir das ABGEKLEMMTE Pulsoximeter angeschlossen hatten zeigte dieses nur noch einen Wert von 80 Prozent an.
Die danebenstehende Sauerstoffflasche war leer. ( Wahrscheinlich schon länger )
Angeblich hätte der Arzt angeordnet, dass kein Pulsoximeter nötig sei.
( War auch eigendlich als Alarmgerät gedacht, damit wenigstens irgendein Geräusch entsteht, wenn es ihm nicht gut geht. )

Warum kann er nicht einfach wieder auf der Intensivstation überwacht werden, bis sie ihn entlassen können ???
Wollte euch nur informieren, dass sich jetzt die Krankenkasse eingeschaltet hat.
Hi,

sorry, komme leider erst jetzt an den PC.

Zulässig ist so eine Sache, eigentlich nicht, aber die Götter sind manchmal gerne ein wenig allmächtig.

Hoffe die KK erreicht etwas. In einer ähnlichen Situation hatten wir damals die Polizei eingeschaltet und in ein anderes Krankenhaus auf Intensiv notverlegen lassen.

Auf jeden Fall würde ich mir hierüber schnellstens die Akte aushändigen lassen und kopieren und darüber nachdenken ob ein Anwalt und ggf. tatsächlich die Polizei eingeschaltet wird.

Ok ist das sicher nicht.

Liebe Grüße
Bettina
Uli da kann ich Bettina nur beipflichten. Das mit der Akteneinsicht ist ne gute Idee. Das auch das Pulsoxi noch abgeklemmt war. das hört sich verdammt nach Bequemlichkeit an.

Manchmal sind Wachkomapatienten für medizinisches Personal eben sehr "pflegeleichte" Patienten, weil sie ja leider nicht klingeln können.

Hoffe dein Vater ist inzwischen jetzt gut versorgt.
Die Krankenkasse ( Rechtsabteilung) hat mit dem Chefarzt telefoniert und somit etwas Druck ausgeübt. Lt. Aussage des Arztes wäre meine Vater kein Intensiv-Patient. Ich kann soetwas kaum verstehen - aber leider haben wir momentan keine anderen Möglichkeiten. Jedenfalls passen sie jetzt im Krankenhaus wohl etwas besser auf, weil sie merken, dass wir uns um ihn kümmern und nicht in Stich lassen.
Ihn verlegen zu lassen ist leider so gut wie unmöglich, ohne Beziehungen.
Alles traurig. Ich habe schon sehr viel gesehen in den fast 3 Jahren, wo er immer wieder mal in eine Klinik mußte und in meinen Augen grenzt es schon fast an aktive Sterbehilfe, jemanden keinen Sauerstoff zu geben und das Pulsoxi zusammengefaltet in die Fensterbank zu legen. In meinen Augen unverantwortlich - aber es wird wohl nicht mehr vorkommen ( hoffe ich )
Werde ihn gleich besuchen fahren und mir die jetzige Situation ansehen und hoffen, dass er bald wieder in sein Pflegeheim zurückkann. Dort ist er jedenfalls besser betreut. Werde euch berichten, wie es weiter geht.
LG und danke für eure Antwort.
Hi Uli,

es mag sein, dass Dein Vater nicht zwingend auf der Intensiv überwacht werden muss. Da er jedoch lt. Deiner Angabe voll beatmet ist, ist er zu 100% Überwachungspflichtig (über-/unterversorgung O2) und kann nicht dauerhaft per Kartusche versorgt werden. Außerdem gibt es meines Wissens Richtlinien in welchen Abständen der Patient zu kontrollieren ist (glaub es war 1x p/h). Auf jeden Fall geht es auch in meinen Augen in Richtung aktive Sterbehilfe - auf jeden Fall drängt sich einem der Verdacht auf. Daher mein Rat die Akten sofort zu sichern und ggf. Polizei und/oder Anwalt einzuschalten.

Auch wir hatten damals keine Beziehungen, sondern nur Ärger und Probleme. Trotzdem führte ein SOFORTIGES hinzuziehen der Polizei unverzüglich zu einem Wechsel der Klinik.

Die Akte würde ich in jedem Fall kopieren - allein zur Abschreckung !!! und auch zu Eurer Sicherheit - Du weißt ja wie anfällig Papier sein kann xD.

lg
Bettina
Hallo, hoffe Du hast mal durch atmen können.
Also , ich muss sagen, ich bin entsetzt und kann mich nur anschliessen zu sagen die Polizei ggf. ein zu schalten und auf jeden Fall die Akte zu kopieren! Auch würde ich verstärkt kontrollieren und zu versch. Zeiten Deinen Vater besuchen und keinen Zweifel beim Pflegepersonal auf Schwäche deinerseits aufkommen lassen.
viel Krafft wünscht Manu
Ich danke für eure Antworten. Gestern bin ich mal nicht ins Krankenhaus gefahren. Ich mußte einfach mal einen Moment abschalten und etwas für mich tun. Hört sich vielleicht egoistisch an , aber sonst ertrage ich diese Situation nicht mehr. Mein Bruder ist aber ins Krankenhaus gefahren und der Arzt meinte, dass Paps morgen wieder ins Pflegeheim verlegt wird. Da ist er jedenfalls viel besser versorgt.
Als er nach dem Gespräch ins Krankenzimmer kam, war wieder die Sauerstoffflasche alle. Aber wahrscheinlich noch nicht allzu lange. Mein Bruder sagte sofort der Schwester bescheid.
Da er diese schweren Keime in der Lunge hat, ist kein Krankenhaus "scharf"drauf, ihn aufzunehmen. Überall können wir uns anhören, dass sein Zustand ja fast schon 3 Jahre ist und wir uns doch mal überlegen sollten, ob wir ihm damit einen Gefallen täten. Aber ich bin feste davon überzeugt, dass er leben will und keiner kann uns doch erzählen, wie er fühlt und was er noch denkt und wie er denkt. Sonst hätten wir fast 3 Jahre umsonst um ihn gekämpft....
LG
Hallo Uli,

Ja es ist absolut nachvollziehbar dass du abschalten musst Auch du musst mit deinen Kräften haushalten. Du hilfst deinem Vater ja nicht wenn du irgendwann zusammenklappst.
Ist schon schlimm mit den Reaktionen bei manchen Leuten auf den Zustand deines Vaters. Ich denke da fühlt man sich manchmal wie Don Quichote der gegen Windmühlenflügel kämpft.
Die Einstellung des Pflegepersonals spüren ja die meisten Wachkomapatienten. Und gerade diese Mitleidsnummer find ich persönlich total unerträglich.

Und ob er leben will oder nicht könnt ihr als Angehörige sicher am besten einschätzen.
Also versuch wieder ein bisschen Kraft zu tanken.
Alles Gute für dich und deinen Vater.


lg kathrinchen
Hallo,

na, das ist ja echt ein Unding .... ein beatmungspflichtiger Patient ohne Überwachung, noch dazu mit leerer Sauerstoffflasche..... Sollte es nicht bei dem " Fachpersonal ", sorry, aber da muss ich lachen , bekannt sein, dass man die Dauer und Menge berechnen und eben ggf die Flasche austauschen muss ? Wozu haben die denn die Wandanschlüsse in der Klinik ?
Das grenzt doch schon an unterlassene Hilfeleistung !
Ich würde das alles dokumentieren, Zeugen benennen und eine Anzeige stellen, das geht doch mal gar nicht !!!

Ich wünsche euch alles Gute
l.G:
Bea
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