Wachkomaforum

Normale Version: Wachkoma oder doch nicht? Und woher mag es kommen?
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Nach einer überwindung hab ich mich nun doch entschieden hier zu schreiben.

Ein Freund von mir, Marc, ist genau heute vor drei Wochen aus seiner brennenden Wohnung geholt worden. Sein Hund blieb unverletzt.
Ob er da reanimiert werden musste weiss ich nicht, jedenfalls wurde er mit Wasser abgespritzt und gleich darauf ins Krankenhaus gebracht. Da stellte man fest, dass er an 70% seines Körpers schwerste Verbrennungen hat und wurde sogleich in das für Brandopfer spezialisierte Krankenhaus in Zürich gebracht.
Sie haben ihn in ein künstliches Koma gelegt und schon ziemlich früh die erste Hautzellentransplantation durchgeführt, welche sehr gut ging.
Es ging im den Umständen entsprechen zu gut, hatte schon bald darauf kein Fieber mehr, jedoch reagierte er immer wieder auf die Schmerzmittelabsetzungsversuche.
Letzte Woche dann ging es bergab, und er war ziemlich instabil.
Man versuchte nochmals die Schmerzmittel abzusetzen und siehe da, keine Reaktion.
Er scheint im Wachkoma zu liegen.
Man wird ihn heute gründlich untersuchen um herauszufinden, was die Ursache dieser Abwesenheit sein kann.
Wir haben einfach alle Angst, dass er es nach doch schon 3 Wochen hartem Kampf nicht schaffen würde. Denn sein Körper ist nicht in bestform, er hat streptokoken und hepatitis, was bei der Medikamentenbeigabe beachtet werden muss. Es könnte genauso gut sein, dass seine Leber versagen würde, aber soweit will ich eigentlich gar nicht denken.
Trotzdem macht man sich so seine Gedanken.Sterne

Meine Schwester besuchte ihn gestern mit seinem Vater und erzählte mir, dass er doch versucht hat mit den Augen zu folgen und hat bei gewissen Fragen geblinzelt.
Der Arzt aber meinte, dass das nicht sein kann Angry und fegte fast alle Hoffnung weg.Steine
Jetzt ist einfach die Angst da, dass er für immer in diesem komatösen Zustand bleiben wird, oder nicht. Ich hoffe jedenfalls heut Abend mehr darüber zu erfahren.

Sein Hund lebt mitlerweile bei meiner Schwester. Er war sichtlich verstört, weil er ja keine Ahnung hatte/hat, wie es denn seinem Herrchen geht, doch er hat sich beruhigt. Letzte Woche als es aber Marc schlechter ging, schien er es zu merken, ohne das es jemand von uns wusste und ihm übertragen konnte.

Wenn es ihm besser und er nicht mehr auf der Intensivstation liegt, werden wir auf jeden Fall alles versuchen, dass wir mit seinem Hund zu besuch kommen können, den die beiden lieben sich über alles und es wird beiden gut tun.

Jetzt noch zum Wohnungsbrand.
Ein Kurzschluss in einer Lampe führte dazu und er hat es nicht mehr rechtzeitig zur Tür geschaft, er wurde davor gefunden mit einer grossen Beule am Hinterkopf, wodurch auch ein Blutgerinsel entstanden sein könnte.

Ich frage mich, was ist, wenn er es nicht aus dem Wachkoma schafft, wenn er therapiert werden muss, genauso frage ich mich, was ist wenn er es schafft, er wird schlimmste Brandnarben davon tragen, was ist wenn er nach wochen- oder gar monatelangem Kampf dann doch aufgibt?
Wäre es nicht besser gewesen er wäre beim Brand friedlich entschlafen und müsste jetzt nicht solche qualen durchstehen??

Mit all dem kommen wieder alle Gefühle durcheinander und ich muss mich schwer zusammenreisen nicht anfangen loszuheulen.Wand

Habt ihr irgendwelche Ratschläge??

Vielen Dank
Gruss Cecile
Liebe Cecile,

bei meinem Mann Frank war es im Wachkoma ähnlich. Er hat zu Fragen geblinzelt, bei einen "ja" einmal und bei einem nein" zweimal". Und kein Arzt hat es uns gelaubt. Deren Aussagen war immer nur.....er wird ein schwerer Pflegefall werden. Da geht nichts mehr.
Damit habe ich mich nicht abgefunden. Ich habe dann zum Beweis Fotos und Videoaufnahmen gemacht.
ich habe dann sogar einen Arzt gefunden der Frank gegen jedes Urteil der Ethikkomissionen Bypassoperiert hat. Frank hatte einen Herzstillstand mit Laienreanimation und kam so ins Wachkoma.
Ich habe mit Frank immer viel von Zuhause erzählt. Von seinen Pferden und seinen Katzen. Ich habe Katzen und Pferde auf ein Diktiergerät aufgenommen und ihm vorgespielt.
Vielleicht kannst Du es mal mit dem Hund versuchen. Tiere sind oft die besten Therapeuten. Bringe vielleicht einen Stoffhund und Fotos von dem Hund mit und nehme sein Gebell auf.
Lasse Dich bloß nicht von den Aussagen der Ärzte runterziehen.
Ich habe Frank vor vier Wochen das erste Mal mit nach Hause genommen. Wir haben seine Pferde besucht und seine Katzen haben auf seinem Bauch geschlafen.
Und jetzt hat mir die Ärztin der Reha geraten Frank einfach mal auf sein Pferd zu setzen. Er hat bedeutende Fortschritte gemacht.

Lasse dich nicht unterkriegen und glaube fest an Marc. Ich weiß, es ist ein harter Kampf. Gebe nicht auf.

Liebe Grüße

Rita
Liebe Cecile,
es ist schrecklich, was deinem Freund passiert ist.Du fragst, was wäre besser gewesen...? Aber nun ist der Marc in dieser Situation und Ihr Alle versucht, ihm zu helfen.
Uns wurde auch nicht geglaubt, dass wir uns mit unserem Sohn Holger über Augenblinzeln verständigen können- wir wurden als Spinner dargestellt. Kurz bevor wir ihn aus der Einrichtung nach Hause holten, sagte man uns, dass er wirlich antwortet.Möglich ist, dass er nicht alles versteht, deshalb nichts "sagt", dann muss die Frage anders gestellt werden.Schön, dass Marc schon so weit ist! Nehmt das Bellen auf,erzählt von den Tieren, nehmt seine Lieblingsmusik mit, lest aus den Lieblingsbüchern vor, nehmt Bilder mit, von der Familie, von den Freunden...
Es wird ein schwerer Kampf für Euch.Dafür wünsche ich Euch vile Kraft, lasst den Mut nicht sinken!
Liebe Grüße Gudrun
Hallo Rita und Gudrun,

Nun haben die Ärzt gesagt, dass das Wachkoma an einem Blutgerinsel im Hirn zurückzuführen ist. Also es besteht verdacht darauf.
Sie wolltem ihm heute die zweite Hautzellentransplatation verpassen und wir haben aber noch nichts gehört, ob es tatsächlich statt gefunden hat oder nicht.

Ich kann mir vorstellen, dass Personen nur durch Blinzeln antworten und ich bin mir sicher, dass er das auch versucht und den Willen hat zu Leben, er hätte sonst nie überlebt mit so einer starken Hautverbrennung.

Bilder hat er bereits von seinem Hund, der Vater hat ihm eins in einen schönen Bilderrahmen getan udn zu ihm gebracht, täglich erzählt er ihm, wie es dem Hund geht.
Er hat auch schon diverse CDs von seiner Lieblingsmusik, die die Pfleger abspielen.
Das mit dem Gebell ist so eine Sache, der Hund bellt kaum, es wird schwierig sein, dass so schnell aufnehmen zu können, aber ein Versuch ists allemal Wert.
Meine Mutter war auch auf der Suche nach einem Stofftierdalmatine (es ist nämlcih einer), hat aber keinen schönen gefunden, zudem wird es kaum erlaubt sein, weil er ja immernoch auf der Intensivstation liegt.

Ich weiss, dass er in der Situation ist udn ich weiss, wie es um ihn steht und dass er wohmöglich sein restliches Leben behindert sein wird und es macht mir Angst, genauso macht es mir Mut, wie ich von eurer Kraft höre, wie ihr mit der Sache umgehen könnt.
Ich male mir jeden Tag aus, wies für ihn sein wird, aber auch wie es wäre ihn in der Reha besuchen zu können.
Ich hoffe für ihn, dass er diese ganze Situation trotzdem gut übersteht und bin guter Dinge.
Umso mehr würde es mich jetzt stressen, wenn er doch sterben würde, weil er ja immernoch nicht über dem Berg ist, aber stabil.
Doch finde ich hat er diese Chance nochmals verdient weiterleben zu können und kämpfen zu dürfen.
Vielen Dank euch beiden, denn es tut mir gut.

LG Cécile
Hallo Cecile

Das ist wirklich ein harter schlag für euch, aber für ihn ist es Toll das du
dich so informierst und ihm somit weiter helfen kannst.
Wie die anderen schon gesagt haben nicht entmutigen lassen, es ist
schwer aber ihre schaft das zusammen.

Ich hab gerade mal nach gesehen, ich hätte einen Dalmi als
Stoffhandpuppe mit einem roten Schal um ( er ist Neu).
Es ist ein Kompletter Hund die Hand steckt sozusagen im hintern.

Wenn ihr interesse hättet könnt Ihr ihn haben für Marc,
vielleicht ist es schön für ihn.Also wenn interesse besteht
sagt mir bescheid dann können wir über ein "zu schicken" reden.

Wünsche euch ganz viel Kraft.

Ciao Michaela
Hallo Michaela,
Ich kann gar nicht anders, wie mch informieren, ich muss wissen, wie es
um ihn steht und was an für Möglichkeiten hat, um ihn dabei zu
unterstützen.

Ja das ist ja echt ein tolles Angebot, meinst könntest du mir ein Foto
schicken?? Das wär sich echt zum Überlegen, dann kann man sogar noch bissel Hund spielen... Big Grin

Vielen Dank
Lg Cecile
Hi Cecile

Ja kann ich aber nur Per post da ich meine Bilder nicht auf meinen
Rechner bring. (habs damit nicht so)

es ist eigentlich auch gesagt ein Plüschhund keine Stoff hab das heut
nacht irgend wie verpeilt.

Kannst mir per mail ja ma die Adresse schicken.

Ciao Michaela
Hallo Michaela

Ich wollte dich fragen, ob du mein Mail bekommen hast?
Ich wäre nach wie vor an dem Plüschdalmi interessiert.

Nun, wegen Marc. Die Ärzte meinen, dass er wenig aufwachchance hat, aber daran glaube ich nicht.. Ich lass mich nicht berirren.
Das dumme ist nur, der Vater glaubt den Ärzten und wir versuchen ihm zu sagen, dass er dringends Rat holen sollte, bei einem Wachkomaspezialisten.
Meine Schwester geht heute nochmals mit dem Vater zu ihm und sie werden den Arzt diverse Sachen fragen, wie eine Hirnstrommessung, zuerst eine normale und dann eine mit etwas bekanntem, wie bekannte Musik oder Stimmen, um zu sehen, ob es eine Reaktion darauf gibt.
Wir wollen auch wissen, ob es abgesehen vom Wachkoma eine Überlebenchance gibt, ob die Verbrennungen überstanden sind und wahrscheinlich auch, wie lange er noch auf der Intensiv bleiben muss. Denn ich bin der Meinung, je schneller er in die Reha kommt, desto grössere Chancen sehe ich bei einer Therapie.
Öhm, naja, wenn das jemand begriffen hat confused

Der Hund scheint sehr darunter zu leiden, denn er ist massiv gealtert, er mag kaum mehr, wehrt sich nicht mehr, wenn er von anderen Hunden belästigt wird und hat scheinbar wilde Träume.
Wir bekommen ihn auch nicht zum bellen, egal was wir anstellen. Aber versuchen werden wir es weiterhin um Marc auch zu zeigen, dass sein geliebtes WAU WAU noch lebt.

Lg Cécile
hallo cecile
hier im forum sind schon einige buchtitel über wachkoma ganannt worden,die beschreiben,was es auf der intensiv bzw.in der frühreha für therapien gibt.
eine richtige diagnose kein kein arzt geben,da es einer sehr guten beobachtung bedarf um auch nur die kleinste positive veränderung zu bemerken.
z.b. schwitzen und verkrampfen=oftmals ein zeichen für schmerzen,nicht wohlfühlen oder angst haben ,eine kleine lageveränderung kann schon linderung bringen.
eine verbesserung braucht auf jedenfall viel zeit(wochen,monate),gute pflege und vorallem stimmulierende massagen (berührungen) und ansprache.

lg monika
Hallo Cecile

Ja ist unterwegs zu dir weis aber nicht wie schnell die Post in der Schweiz ist.
( unsere Brauch jetzt zur Weihnachtszeit auch länger)
Das der Vater den Ärzten glaubt ist leider normal,
ich habe mich auch lang auf die Ärzte verlassen und zum
schluss war ich von ihnen verlassen.
Ich habe über 3 Jahre rum gemacht bis meine Diagnose zu meiner
Krankheit stand und bis ein Arzt mir half)
Er darf die Hoffnung nicht aufgeben.
Ich wünsche ihm und dir sehr viel kraft.

einen schönen 4 Advent noch

Ciao Michaela
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